Tarot Liebe

Tarot & Liebe - Liebesorakel und Kartenlegen erklärt

Ein Liebesorakel im Tarot dient hauptsächlich denjenigen, die sich für die Zukunft im Bezug auf ihre Beziehung oder die Liebe allgemein interessieren. Im Detail gesehen gibt es liebestechnisch viele Situationen, in denen ein Kartenorakel zu Rate gezogen werden kann. Möchte man beispielsweise gern wissen, ob man beim potentiellen Schwarm eine Chance hat oder wie sich die bereits bestehende Partnerschaft entwickelt, kann das Tarot einige Informationen liefern. Dies bedeutet nun selbstverständlich nicht, dass alle gewünschten Einzelheiten und Details auf Abruf offenbart werden können. Das Liebesorakel dient lediglich dazu, den Ratsuchenden Perspektiven aufzuzeigen und eine Richtung zu weisen. Auch kann es Ratschläge und Möglichkeiten für den Umgang mit der jeweiligen Situation übermitteln.

 

Wer sich dazu entschließt, die Tarotkarten in Liebesangelegenheiten um Rat zu fragen, stößt zunächst auf eine Auswahl unterschiedlicher Legemethoden. An erster Stelle steht das klassische Liebesorakel, an welches die meisten Menschen in diesem Zusammenhang unmittelbar denken. Bei dieser wohl gängigsten Methode werden mit genau 4 Karten möglichst effektiv die Angelegenheiten einer bereits bestehenden Beziehung beleuchtet, indem jede dieser Tarotkarten einen Hauptbestandteil ebendieser beschreibt.

Hierbei steht die erste Karte für die aktuelle Ausgangslage zwischen den zwei Partnern, die zweite Karte für die Gefühlslage des Fragenden im Bezug auf die Beziehung und den Partner, die dritte Karte für die Gedanken und Empfindungen des betreffenden Partners und die letzte Karte für die Zukunft; meist ergibt sich aus genau dieser letzten Karte ein aussagekräftiger Ratschlag. Eine weitere bekannte Legemethode, die sowohl einfach als auch schnell ist, nennt sich "Ich und du". Dabei kommen schlichtweg zwei Karten zum Einsatz; Die erste Karte symbolisiert die eigene Gefühlswelt und die Einstellung zur Beziehung, die zweite wiederum versinnbildlicht die Gedanken und Gefühle des Partners. Anschließend sollten beide Tarotkarten in Verbindung zueinander betrachtet werden. Dabei kann sich herleiten lassen, ob eine übereinstimmende Deutung der Fall ist oder möglicherweise zwei unterschiedliche Botschaften, welche allerdings nicht zwangsläufig als negatives Zeichen interpretiert werden sollte.

Eine drittes und ebenfalls sehr gefragtes Legesystem beim Liebestarot ist das kleine Kreuz. Auch bei dieser Methode wird mit vier Karten gearbeitet. Die erste Karte bildet die Grundlage, also das Hauptthema der Runde. Auf der rechten Seite dieser wird anschließend die zweite Karte platziert, welche für etwas steht, was lieber vermieden werden sollte. Die dritte Karte wird an oberer Stelle zwischen den beiden ersten Karten abgelegt, diese symbolisiert als Spitze des Kreuzes, was am besten getan oder geraten werden sollte. Zu guter Letzt wird die vierte Karte an unterer Stelle zwischen der ersten und der Zweiten Karte platziert. Diese sagt nun aus, was der fragenden Person wohl bevorsteht.

Welche Tarotkarten sind für das Liebesorakel besonders interessant?

Zunächst sollte erklärt werden, dass die vier Kartentypen der kleinen Arkana jeweils für ein Element stehen. So steht die Reihe der Stäbe für das Feuer, die Reihe der Kelche für das Wasser, die Reihe der Münzen für die Erde und die Reihe der Schwerter symbolisiert schließlich das Element Luft. Die große Arkana wiederum enthält die 22 großen Karten, die im Allgemeinen bedeutende Erkenntnisse und einschneidende Veränderungen ankündigen.
  • Die wohl wichtigste Tarotkarte im Bereich der Liebe ist die Zwei der Kelche; diese steht für innige Liebe und große Freundschaft, somit also auch die vielversprechendste in Liebesangelegenheiten.
  • Auch der Magier kann verheißungsvoll sein, da dieser eine neue Beziehung oder die Erfüllung eines Wunsches bedeuten kann. Die Herrscherin wiederum kann oft Neuigkeiten für eine bereits bestehende Beziehung bringen, da sie unter Umständen eine bevorstehende Schwangerschaft, starke Liebe und Sinnlichkeit ankündigt.
  • Wie der Name bereits erahnen lässt, spielen auch die Liebenden im Liebesorakel eine große Rolle, die Deutung kann jedoch je nach Zusammenhang stark variieren und sowohl positives als auch negatives bedeuten.
  • Oft gefürchtet, kann durchaus auch die Karte des Teufels auf den Plan treten; häufig verheißt er Eifersucht und besitzergreifendes Verhalten.
  • Die Drei der Schwerter sind ein ungern gesehenes Symbol für Herzschmerz und Liebeskummer, gehören jedoch zu einer der wichtigen Karten im Liebesorakel.
  • Auch die Zehn der Schwerter können der Bote für das Ende einer Sache, gleichzeitig jedoch für einen Neubeginn stehen und sind somit ein wichtiger Bestandteil des Tarot.
  • Ein Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit ist das Ass der Kelche, somit eine stets gern gesehene und oft Freude verheißende Karte. Nicht zuletzt ist auch der Ritter der Kelche eine bedeutsame Karte in Herzensangelegenheiten, da dieser ein Liebesbekenntnis, das Bewusstsein der Gefühle und die Bereitschaft des Kampfes für die Liebe ausdrücken kann.

Welche Fragen sind beim Tarot zu Liebe möglich?

Für Ratsuchende mit direkten Entscheidungsfragen oder besonders zielgerichteten Anliegen eignet sich das simple Ja-Nein Orakel; diesem kann man nahezu jede Frage stellen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lässt. Allerdings setzt dies natürlich voraus, dass man in eine gezielte Richtung steuert und seine Fragen dementsprechend genau formulieren kann.

Für alle anderen Angelegenheiten ist die Auswahl der möglichen Fragen praktisch unbegrenzt. Grundsätzlich gilt beim Liebesorakel jedoch: Je konkreter die Frage, desto präziser die Antwort, die sich aus den Tarotkarten ableiten lässt. So lässt sich das Orakel beispielsweise danach fragen, welche Richtung die Beziehung zukünftig einschlagen wird oder welche Angelegenheiten möglicherweise dringend mit dem Partner besprochen werden sollten.

Für diejenigen, denen das Formulieren gezielter Fragen schwer fällt, gibt es Tipp, der dafür eine praktische Hilfestellung bietet. Grundsätzlich befragt man das Liebesorakel aufgrund eines bestimmten Anliegens, welches auf der Seele brennt. Aus diesem grundlegenden Thema lassen sich idealerweise oft die klassischen W-Fragen bilden, sodass man einen Gedanken mithilfe dieser Methode ganz einfach in eine Frage verbalisieren kann.

Nimmt man also die typischen W-Begriffe Wer, Was, Wann, Wie oder Warum, gestaltet sich die Angelegenheit der Fragenstellung schon deutlich leichter. Auf diese Weise kann man sich schlussendlich den bestmöglichen Rat von den Tarotkarten einholen.

Welche Fragen sind beim Tarot zu Liebe nicht geeignet?

Wie bereits zuvor erwähnt, sind nahezu alle Fragen im Bereich des Möglichen - allerdings gibt es auch hier einige Einschränkungen. Das Liebesorakel kann präzise auf die Anliegen des Ratsuchenden antworten, solange diese im Rahmen der Befähigung liegen. Fragen nach Namen, Adressen, Orten oder speziellen Daten, wie beispielsweise einer Hochzeit, können auch die Tarotkarten nicht vorhersagen. Auch Erkundigungen nach den Lottozahlen oder dem gesundheitlichen Zustand sind für das Tarot nicht geeignet.

Speziell in Angelegenheiten der Gesundheit sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden. Auch zu ungenaue Fragen im allgemeinen Hinblick auf die Zukunft können zu unzureichenden Antworten des Orakels führen.